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(HOCH-)BEGABUNG

Das Thema (Hoch-)Begabung ist in unserer Gesellschaft zwar weitestgehend bekannt, doch nur die wenigsten wissen, was (Hoch-)Begabung wirklich bedeutet. In der Regel gelten die Menschen, die bei einem Intelligenztest einen IQ-Wert von mind. 130 erzielen, als hochbegabt. Doch gibt es neben den intellektuellen Fähigkeiten viele weitere Begabungsfaktoren, die im Zusammenspiel von nicht-kognitiven Persönlichkeitsfaktoren und Umweltfaktoren dazu führen können, eine hohe Leistung zu erbringen. Eine (Hoch-)begabung ist demnach nicht alleine auf den IQ-Wert zu reduzieren. Unabhängig davon, wird in den aktuellen Forschungen zu dem Thema heute davon ausgegangen, dass Menschen bereits ab einem IQ-Wert von 120 typische Hochbegbungsmerkmale aufweisen. 

(Hoch-)Begabung - Was ist das überhaupt?

Frühe Ansätze im Hinblick auf die Begabungs- und Intelligenzforschung beziehen sich tatsächlich auf die ausschließliche Messung des Intelligenzquotienten (IQ), also auf die intellektuellen Fähigkeiten eines Menschen. Doch diese Ein-Faktoren-Theorie wird heute von den meisten Begabungsforschern abgelehnt. Im Fokus steht heute insbesondere die Mehr-Faktoren-Theorie. Das bedeutet, dass im Hinblick auf eine (Hoch-)Begabung nicht nur die intellektuellen Fähigkeiten gemessen werden, sondern auch weitere Begabungsfaktoren wie z.B. Kreativität, praktische Intelligenz, Soziale Kompetenz, künstlerische oder musikalische Fähigkeiten Beachtung finden. Um eine hohe Begabung in eine hohe Leistung (Performance) zu verwandeln, benötigt es allerdings noch mehr. Neben Umweltfaktoren wie z.B. das familiäre oder schulische Umfeld, sind auch Persönlichkeitsmerkmale wie z.B. Motivation oder Stressbewältigungsstrategien wichtige Faktoren, um eine hohe Leistung zu erzielen. Das Münchener Hochbegabungsmodell von Heller stellt hier eine gute Übersicht dar.

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Münchener Hochbegabungsmodell

Überdurchschnittliche Intelligenz, Hochbegabung und Höchstbegabung

 

Von einer überdurchschnittlichen Intelligenz wird gesprochen, wenn ein Mensch bei einem IQ-Test einen Wert von mind. 115 erzielt. Dies sind ca. 16 % der Bevölkerung. Ab einem IQ-Wert von 130 wird von einer Hochbegabung gesprochen und dies betrifft rund 2,2 % der Bevölkerung. Etwa 0,1% der Bevölkerung gelten schließlich als höchstbegabt, bei denen ein IQ-Wert von mind. 145 vorliegt. Hierbei sollte jedoch bedacht werden, dass die Grenzen oft fließend sind. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Denkmuster von Menschen ab einem Unterschied von 15 IQ-Punkten in dem Maße unterscheiden, dass es zu häufigen Kommunikationsproblemen kommen kann. Im Hinblick auf die Tatsache, dass in Deutschland eine entsprechende Förderung erst ab einem IQ von 130 vorgesehen ist, ist dies insbesondere für die vielen überdurchschnittlich intelligenten Kinder und Jugendliche fatal. Denn diese haben häufig wenig Chancen, ihr Potenzial entsprechend einzusetzen. 

Warum es so wichtig ist, sich bei einem Begabungsdiagnostiker testen zu lassen!

Hochsensibilität, Hochbegabung und Synästhesien kommen selten alleine vor. Hochsensible sind in der Regel zumindest überdurchschnittlich intelligent. Hochbegabte sind überwiegend auch hochsensibel und Synästhetiker sind sowohl hochsensibel als auch zumindest überdurchschnittlich intelligent. Die drei Themen überschneiden sich oft und sind von daher nicht gut von einander abzugrenzen. Gemeinsam haben sie jedoch, dass sie zu einer erhöhten Wahrnehmung bzw. Reizaufnahme führen. Diese Menschen nehmen ihre Umgebung dementsprechend viel stärker und intensiver wahr. Bei einer Testung muss dies unbedingt berücksichtigt werden. In Deutschland gibt es zwar bereits verschiedene IQ-Tests, viele Psychologen und Kliniken verfügen jedoch nur über einen Test, da der Erwerb sehr teuer ist. Dies hat zur Folge, dass häufig mit alten Testmanuals gearbeitet wird und die Ergebnisse schließlich nicht mehr so valide sind, wie sie ursprünglich sein sollten. Zudem bekommt nicht jeder Klient den für sich optimalen Test zur Verfügung gestellt. Das ist insbesondere für Menschen mit einer Hochsensibilität bzw. einer Synästhesie problematisch, da diese aufgrund ihrer hohen sensorischen Wahrnehmung häufig andere Bedürfnisse im Hinblick auf eine optimale Testung verspüren. Während Begabungsdiagnostiker auf diese besonderen Erfordernisse gut eingehen können, ist dies bei anderen Fachkräften nicht unbedingt der Fall. Steht also eine Testung in der nächsten Zeit an, sollte dies auf jeden mit berücksichtigt werden. 

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